Casino Luzern – Die Perle unter den Schweizer Casinos

Der Begriff „Casino“ bedeutet auf Altvenezianisch „kleines Haus“. Das war einmal denn heute steht der Präfix „Grand“ davor für Grösse und Stil.
So wie beim Grand Casino Luzern, ein Haus mit bewegter Geschichte und erfolgreicher Gegenwart. Aber vor allem auch ein Haus mit vielfältigem Unterhaltungsangebot und herausragender Küche. Die Lage an den Gestaden des Vierwaldstättersees ist spektakulär.

Gegen Ende des 12. Jahrhunderts wurden in Venedig die ersten Glücksspiele veranstaltet. Dies unter freiem Himmel und vorwiegend während des venezianischen Karnevals. Die genussfreudigen Venezianer verwendeten schon bald darauf den Begriff „Casino“ für einen Ort des Vergnügens und der Musse, wo Spass und „il dolce far niente“ im Mittelpunkt standen. Später, mit dem Aufblühen von Städten, wurde der Begriff im Zusammenhang mit Spielhäusern in Mitteleuropa salonfähig.

Bereits im 15. Jahrhundert entstanden die ersten konzessionierten Spielhäuser in Holland un Flandern. In Venedig rangen Mitte des 17. Jahrhunderts schon an die hundert Glücksspielhäuser um die Gunst der Spieler. Diese Häuser, meist von venezianischen Adligen betrieben, verfügten über eine Art Lizenz und galten als eigentliche Vorreiter der späteren Casinos, die vorwiegend im 19. Jahrhundert in Bädern und Kurorten wie Pilze aus dem Boden schossen.

Lange Zeit gehörte das Bad Homburger Casino zu den erfolgreichsten Spielbanken Europas. An dieser Sätte schrieb der russische Literat Fjodor Michailowitsch Dostojewski 1866 seinen weltberühmten Roman „Der Spieler“. Etwa zur selben Zeit avancierte Monte Carlo zur Welthauptstadt des Luxus und des Glücksspiels. Die damals inszenierte Verschmelzung von Glücksspiel, Kunst und Entertainment wurde rund hundert Jahre später zum Vorbild der Casino-Metropole Las Vegas. Und das hat heute noch Bestand.

 

Ausländische und einheimische Investoren im Casino Luzern

Da wollte auch Luzern nicht hinten anstehen. Der Oberst und Architekt Max Alphons Pfyffer von Altishofen, Spross einer Luzerner Patrizierfamilie, setzte sich 1882 für den Bau eines Kursaals in Luzern ein, vorerst mit Hilfe französischer Investoren. Zuvor war der erste Kursaal in der Schweiz kläglich gescheitert:

Im Walliser Saxon erzielte um 1860 der Spielsaal lediglich marginale Einnahmen und lief gänzlich aus dem Ruder. Mit der Gründung der „Sociéte Anonyme Immobilière de Lucerne“ legten die Initianten den Grundstein fürs Casino Luzern und errichteten einen neobarocken Prachtbau nach dem architektonischen Vorbild der französischen Renaissance.

Die Anfänge waren schwer, und nach einigen Jahren mit Verlusten war es der Schweizer Schriftsteller und spätere Nobelpreisträger von 1919 Carl Friedrich Georg Spitteler, der Luzerner Investoren um sich scharte und 1895 das „Luzerner Konsortium für Erwerb und Reorganisation des Kursaals“ gründete. Nur ein Jahr später wurde die „kurhausgesellschaft Luzern“ aus der Taufe gehoben, die Vorreiterin der heutigen Kursaal Casino AG.

Stolze 250.000€ legte das Konsortium auf den Tisch und startete 1896 die erste Kursaalsaison unter Schweizer Führung.

Im Lesesaal – dort wo heute das Gourmetlokal Olivo zu exquisiten Gängen lädt, lagen über 100 Zeitungen für die Gäste bereit.

Schauspieler, Opernsänger, Balletttänzer und Musiker bereicherten das Unterhaltungsangebot. Die Pausen zwischen den Darbietungen wurden damals grosszügig eingeplant, damit die Gäste Gelegenheit zum Spielen hatten.

Spielbankenverbot während sieben Jahrzehnten

1908 eröffnete das Luzerner Casino einen Pavillon für Morgenkonzerte und investierte zwei Jahre später in den Umbau des Eingangs auf der Seeseite und im Bereich der Haldenstrasse. Zur selben Zeit wagten sich initiative Luzerner Hoteliers ins Fluggeschäft und gründeten mit der „Genossenschaft Aero Luzern“ das erste Lufttransportunternehmen der Schweiz.

Unter massgeblicher Beteiligung des Luzerner Geschäftsmanns Joseph Willimann wurde 1910 die Luftschiffstation eröffnet, von der aus Flüge mit dem Luftschiff „Ville de Lucerne“ für damals happige 100 bis 200 Franken (ca. 80 – 160 Euro) angeboten wurden. Das mutige Luzerner Flugabenteuer dauerte zwar nur zwei Jahre, doch es dokumentiert das Ansinnen einer aufstrebenden Stadt, ihrer Attraktivität für Gäste aus gehobenen Kreisen zu steigern.

Das Luzerner Casino konnte den Betrieb während des Ersten Weltkriegs zwischen 1914 und 1918, wenn auch eingeschränkt, weiterführen. Dies vor allem aufgrund ausländischer Gäste, die während des Krieges lieber in der neutralen Schweiz weilten.

Casino Luzern innen

Öffnungszeiten Grand Casino Luzern:

Das Casino Luzern ist 365 Tage im Jahr geöffnet.

Eintritt im Spielbereich:

ab 18 Jahre, mit gültigem Pass, europäischer ID oder Führerschein: ab 16 Uhr Eintritt in den Spielbereich 10 CHF inkl. Lucky Chip im Wert von 5 CHF. Eintritt im „Casineum“ ab 18 Jahren.

Großes Spiel:

Montag bis Donnerstag und Sonntag von 14 bis 04 Uhr. Freitag und Samstag von 14 bis 05 Uhr

Jackpot Casino:

Montag bis Donnerstag und Sonntag von 12 bis 04 Uhr. Freitag und Samstag von 12 bis 05 Uhr

Cocktail Bar:

Freitag und Samstag 18 bis 03 Uhr.

Bereits 1919 führten die Luzerner ein reguläres Programm ein, das mit weltberühmten Dirigenten und Orchestern der damaligen Zeit gespickt war.

Doch nur ein Jahr später sorgte eine breit angelegte Pressekampagne gegen Spielbanken für einen dramatischen Stimmungswandel:

In Deutschland bestand bereits seit 1871 offiziell ein Glücksspielverbot, das bis ins Jahr 1933 anhielt. Dies war bisweilen auch der Trend im traditionell spielfreudigen Frankreich. In der Schweiz setzte sich eine Volksabstimmung gegen Glücksspiele 1920 durch, sodass ab 1925 ein landesweites Spielverbot herrschte, welches lange andauern sollte.

Anstelle der Glücksspiele wurden in den Casino-Sälen Geschicklichkeitsspiele angeboten, die aber weit weniger rentabel waren. Am 7. März 1993, rund sieben lange Jahrzehnte nach dem Spielverbot, kam die politische Wende:

Eine grosse Mehrheit der Schweizer Bevölkerung sprach sich in einer Volksabstimmung für die Aufhebung des Spielbankenverbots aus. Allerdings wurden von Beginn weg klare Rahmenbedingungen festgelegt, an die sich die Casinos zu halten haben. Aufgrund dieses Volksentscheides trat das Spielbankengesetz am 1. April 2000 in Kraft. Sodann ging es flott voran:

Im Jahr 2001 wurden die ersten Spielbanken-Konzessionen vergeben, und der Stadt Luzern gebührt die Ehre, das erste Grand Casino nach neuem Gesetz 2002 eröffnet zu haben.

Heute sind in der Schweiz 21 Spielbanken aktiv, welche pro Jahr insgesamt rund eine halbe Milliarde Franken in Form diverser Steuerabgaben an die Allgemeinheit leisten.

Ein Casino mit attraktivem Angebot

Heute bietet das Grand Casino Luzern ein „Grand Jeu“ und ein „Jackpot“-Casino, das mit 15 Gault-Millau-Punkten dekorierte Restaurant Olivo, einen grosszügigen Banketsaal, mehrere Bars, ein Seecafé am Luzerner Quai sowie das sogenannte Casineum, eine Lokalität für die vielfältigsten Anlässe.

Es vereint harmonisch die glamouröse Casino-Welt Monte Carlos mit der etwas schrillen Welt der Casinos in Las Vegas, serviert mediterrane Küche für anspruchsvolle Gaumen und bietet Konzerte, Vernissagen, Modenschauen, Theater und Comedy Shows, auch für interessiertes Publikum, welches nicht an den Casino-Spielen teilnehmen möchte.

Chris

Hallo! Mein Name ist Chris. Ich spiele leidenschaftlich gerne Automatenspiele. Angefangen hat es bei mir mit den Novoline-Klassikern wie Magic Kingdom und Sizzling Hot. Nach etlichen Spielhallen- und Casinobesuchen bin ich auch auf die Online-Glücksspielwelt gestoßen, welche mich unglaublich fasziniert. Meine Erfahrungen und Tipps möchte ich gerne mit Euch teilen!

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